
1 Portion = 1 Brot
Portionen
2
| 20 g | Anstellgut |
| 1140 g | Weizenmehl |
| 1060 g | Wasser |
| 50 g | Vollkornmehl |
| 5 g | Roggenmalz |
| 25 g | Salz |
Schritt 1
| 20 g | Anstellgut |
| 40 g | Weizenmehl |
| 40 g | Wasser |
Zunächst das Wasser und das Anstellgut in eine Schüssel geben und gut verrühren. Dann das Mehl dazumischen. Abgedeckt für ca. 3 Stunden bei 28 °C ruhen lassen oder für ca. 90 Minuten bei 28 °C und anschließend für 10–14 Stunden bei 4–6 °C in den Kühlschrank stellen. Der Sauerteig sollte sich mindestens verdoppeln und einen angenehmen joghurtartigen Geruch entwickeln.
Wenn du dein Anstellgut nicht täglich pflegst, empfiehlt Claudio die 3-Stufen-Führung. Falls du ein sehr aktives Anstellgut hast, kannst du auch mit 2 Stufen arbeiten: Setze die 1. Stufe mit 40 g Anstellgut, 80 g Mehl und 80 g Wasser an und geh direkt zu Stufe 3 über.
Schritt 2
| 50 g | Weizenmehl |
| 50 g | Wasser |
Den Sauerteig aus Stufe 1 im Wasser auflösen und das Mehl daruntermischen. Abgedeckt für 90–120 Minuten bei 28–32 °C ruhen lassen, bis er sich verdoppelt hat.
Schritt 3
| 50 g | Vollkornmehl |
| 50 g | Weizenmehl |
| 100 g | Wasser |
Den gesamten Sauerteig aus den vorherigen Stufen mit den Zutaten für die dritte Stufe mischen. Abgedeckt für ca. 90 Minuten bei 28–32 °C ruhen lassen. Der Sauerteig ist fertig, wenn er einen pH-Wert von ca. 4.2–4.3 erreicht hat, joghurtartig riecht und sich verdoppelt hat.
Schritt 4
| 670 g | Wasser |
| 800 g | Weizenmehl |
| 200 g | Weizenmehl |
Das kalte Wassers mit den beiden Mehlsorten nur kurz von Hand oder im Mischer vermengen, bis kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist. Abgedeckt für 60 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen.
Für mehr Flexibilität kann die Autolyse auch für ca. 12 Stunden im Kühlschrank durchgeführt werden. Dies kühlt den Teig vor und verkürzt die Knetzeit.
Schritt 5
| 5 g | Roggenmalz |
| 25 g | Salz |
| 200 g | Wasser |
Den Autolyse-Teig in die Knetschüssel geben. Den Sauerteig und das Malz hinzufügen und auf langsamster Stufe 3–5 Minuten kneten, bis alles gut vermischt ist. Nun das restliche Wasser (200 g) schluckweise zugeben (Bassinage). Zwischen den Wassergaben wird die Geschwindigkeit immer wieder erhöht, um die Glutenstruktur erneut zu stärken. Das Salz zusammen mit einem Schluck Wasser hinzufügen. Der Teig ist fertig geknetet, wenn er sich komplett vom Schüsselrand löst, glänzt und eine sehr starke, dehnbare Struktur hat. Die finale Teigtemperatur sollte 22–26 °C betragen.
Schritt 6
Den Teig in eine leicht geölte Wanne geben und abdecken. Bei einer Raumtemperatur von 24–26 °C für 4–5 Stunden gehen lassen, bis sich das Volumen um 100 % verdoppelt hat. Während der ersten 60 Minuten nach jeweils 30 Minuten dehnen und falten, um die Temperatur auszugleichen und die Struktur zu stärken.
Schritt 7
Den Teig vorsichtig auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche kippen und in zwei gleich große Stücke teilen (ca. 1 kg pro Brot). Jedes Stück vorsichtig zu einer runden Kugel vorformen, dabei so wenig wie möglich entgasen. Abgedeckt für 30–45 Minuten auf der Arbeitsfläche entspannen lassen. Anschließend die Teiglinge final zu runden Laiben oder länglichen Broten formen und mit dem Schluss nach oben in gut bemehlte Gärkörbe legen.
Schritt 8
Die Gärkörbe abdecken und für 6–12 Stunden im Kühlschrank bei 4 °C reifen lassen.
Schritt 9
Den Backofen mit einem gusseisernen Topf auf 280 °C (oder so hoch wie möglich) für mindestens 45 Minuten vorheizen. Den Teigling direkt aus dem Kühlschrank auf ein Stück Backpapier stürzen, mit einer scharfen Klinge einschneiden und vorsichtig in den heißen Topf heben. Den Deckel aufsetzen, die Temperatur auf 250 °C reduzieren und für 30 Minuten backen. Danach den Deckel abnehmen und das Brot für weitere 15–20 Minuten backen, bis es eine tiefbraune Farbe hat und beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt. Um die Kruste noch etwas dunkler werden zu lassen, kannst du das Brot zum Schluss nochmal für ca. 5 Minuten ohne Topf nachbacken.
Nach 5 Minuten im Ofen kannst du das Brot bei Bedarf nochmal einschneiden.
Schritt 10
Das Brot auf einem Gitterrost vollständig auskühlen lassen, bevor es angeschnitten wird.
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